Heyho, let’s go!

Morgen ist es tatsaechlich soweit: Um 16:15 Uhr verlasse ich ugandischen Boden.

Meinen Geburtstag habe ich im Kreis einiger Freunde bei einem leckeren Essen zu hause verbracht und diesen Anlass auch gleich zur Verabschiedung genutzt.

Heute war ich noch einmal beim Arzt und habe mich durchchecken lassen, bis auf ein schwaches Immunsystem war jedoch nichts festzustellen. In Deutschland soll ich gut essen und mich ausruhen, dann wird das wieder.

Der Abschied kam letztendlich irgendwie doch viel zu schnell. Ich kann noch gar nicht reflektieren, was in dem Jahr alles passiert ist, das wird wohl erst in ein paar Wochen moeglich sein. Im November habe ich ja dann auch mein Nachbereitungsseminar, wo ich viel Zeit zur Reflektion haben werde.

Nun freue ich mich einfach darauf, meine Familie und Freunde wiederzusehen.

Bis bald also und zum letzten Mal heisst es nun:
Liebe Gruesse aus Uganda!!

Erfolgreich in Pakwachi

Gestern kam ich endlich wieder gut in der Zivilisation Kampalas an… nach drei Wochen im Norden Ugandas mit kurzem Kampala-Urlaub, um Christoph zum Flughafen zu geleiten.

In Pakwach (oder auch Pakwachi, wie die Ugander es aussprechen) lebte ich zunaechst fuer zwei Wochen bei einer Gastfamilie. Sie lebten, wie der Grossteil der Menschen dort immernoch lebt: In einer runden Lehmhuette mit Grasdach. Auf ihrem Grundstueck befanden sich fuenf solcher Huetten, eine davon war fuer mich bestimmt. Dort hatte ich meine eigene kleine Waschecke und ein kleines Bett, das sogar fuer mich zu kurz war… aber immerhin hatte ich ein richtiges Bett, was ich in Nansana nicht habe. In der ersten Nacht konnte ich kaum schlafen, weil es mir viel zu heiss war und ich immerzu das laute Zirpen der Grillen in meinem Grasdach hoerte und mir dabei einbildete, auch Getrappel (von Maeusen oder gar Ratten???) zu vernehmen. Mit der Zeit gewoehnt man sich aber an alles… auch an bis zu 50 Kakerlaken in der Latrine.

Ich empfand es als grossen Nachteil, dass diese Huetten quasi immer dunkel sind (auch, wenn tagsueber die Sonne brennt). Ein Stromnetz gibt es nicht in Pakwach, aber die Ugander sind da ja sehr erfinderisch und so gibt es Ladestationen, die ueber Generatoren oder Solarzellen betrieben werden, wo man sein Handy fuer 500 USHS zum Laden abgeben kann. Man ist also nicht ganz von der Aussenwelt abgeschnitten.
Diese Dunkelheit hat allerdings auch etwas fuer sich: Man kann nachts einen Sternenhimmel beobachten, wie ich ihn noch niemals in meinem Leben gesehen habe und wenn der Mond genug geschienen hat, brauchte man nichtmal eine Taschenlampe, man sah alles ohne Probleme. Alles hatte nachts sogar einen richtigen Schatten!

Die Strasse nach Pakwach ist fuer ugandische Verhaeltnisse hervorragend, da Pakwach gleich am Murchison Falls Nationalpark liegt. Man schaut einmal ueber den Nil und unter Umstaenden kann man dann Elefanten oder auch Nilpferde beim Baden auf der anderen Seite beobachten. In Pakwach war es immer unglaublich heiss und vier Liter Fluessigkeit am Tag waren mein Minimum, Sonnencreme ausserdem ein Muss (in Kampala kann ich mittlerweile ohne auskommen).

So… nach dieser kleinen Einfuehrung nun zu meiner Arbeit dort:

Im Auftrag von UPA war ich angereist, um die beiden Leiter zu unterstuetzen und die Gruppe unseres Workshops (bestehend aus zwei Teilnehmern aus Arua, drei aus Kampala, mit mir sechs internationalen Teilnehmern und vielen Pakwachis) im Forum Theatre zu trainieren, was ich in Sambia kennengelernt hatte. Wir wollten uns dabei auf das Thema HIV/AIDS konzentrieren, um die Menschen dort zu sensibilisieren.  Pakwach hat eine der hoechsten Infektionsraten in Uganda, da es an einer viel befahrenen Strasse liegt, die von vielen Reisenden und Truckfahrern genutzt wird, die von Kenia oder Sudan kommen und in Pakwach gerne mal jemand fuer einen Abend suchen. Zudem ist die Armut sehr hoch – wie wahrscheinlich im ganzen Norden Ugandas.

Waehrend des Workcamps gab es viele Probleme, die so unterschiedlichen Ursprungs waren, dass manche bis zum Ende nicht geloest werden konnten – Einige internationale Freiwillige waren nicht genug von ihren Organisationen vorbereitet worden und hatten ganz falsche Vorstellungen vom Ablauf des Workcamps und ugandischen Arbeits- und Lebensweisen. Hinzu kamen zwei komplett unerfahrene Leiter, die keine Entscheidung ohne mich treffen konnten, ihre persoenlichen Einstellungen nicht zurueckhielten, drohten, Teilnehmer nach Hause zu schicken und sich selbst teilweise einfach nicht unter Kontrolle hatten, mich ausserdem nicht unterstuetzten, weil sie manchmal ganze Tage nicht anwesend waren.

Trotz alldem schafften wir es dennoch ein gutes Theaterstueck auf die Beine zu stellen und bei unserer Auffuehrung auf dem Hauptmarktplatz des Dorfes einige Menschen anzulocken, sodass letztendlich etwa sieben Frauen auf die Buehne kamen und Szenen nachspielten, um das dort praesentierte Problem zu loesen, was der Sinn des Forum Theatre ist.

Ich lernte viel ueber die dortige Situation der HIV-Infizierten und AIDS-kranken Menschen und fuehlte mich sehr hilflos. Wenn eine HIV- positive Mutter vor einer Gruppe anfaengt, zu weinen, weil sie nicht weiss, wie sie die Schulgebuehren fuer ihre vier Kinder zahlen soll, wenn sie auch gutes Essen braucht, damit ihre ARVs wirken koennen, dann ist das sehr traurig. Von all den NGOs, die solchen Menschen rund um Kampala mit kostenlosen Moskitonetzen, Schulgebuehren und Essensausgaben behilflich sind, sah man dort kein einziges Buero. Wir gaben ihnen den Rat, diese zu kontaktieren und ihre verzweifelte Situation zu schildern. Zu der extremen Armut kommt naemlich das Problem, dass es in Pakwach keine Maschine gibt, die die sog. CD4-Zellen im Blut zaehlen kann – von ihrer Anzahl haengt es fuer einen HIV-positiven Menschen allerdings ab, ob er auf ARVs (Medikamente zur Staerkung der CD4-Zellen) gesetzt werden muss oder nicht. Diese Menschen muessen also alle bis nach Arua reisen, was sehr weit und teuer ist, um dort ihr Blut testen zu lassen. Dazu haben sie sich bereits in sog. Post-AIDS-Clubs organisiert, von denen wir einige besuchten. Dort warten sie, bis 10 Menschen ihr Blut testen lassen wollen und 3500USHS aufbringen koennen, um ihre Blutproben nach Arua transportieren zu lassen und bringen dann die Proben zum Testen. Dennoch kann es fuer die erste Person, die merkt, dass sie ein schwaches Immunsystem hat und ihre CD4-Zellen testen lassen moechte, fast drei Monate dauern, bis auch neun andere soweit sind. Das ist sehr lang, manchmal sicherlich zu lang…

Mein Besuch in Pakwach hat mir gezeigt, wie viel die Regierung hier im Sueden tut und wie wenig im Norden. Ausserdem hoerte ich Horrorgeschichten ueber den Mord an Acholi, angeblich begangen von Regierungstruppen im Auftrag des jetzigen Praesidenten, wie es auch sein Gegner fuer die naechsten Wahlen, Ottunnu, behauptet. Des Weiteren Geschichten ueber die Lord’s Resistance Army (LRA), eine Rebellengruppe, die bis vor kurzer Zeit im Norden Ugandas aktiv war und nun in der Zentralafrikanischen Republik vermutet wird.

Es war fuer mich sehr lehrreich und interessant und ich konnte die Lebensweise kennenlernen, die in Uganda wahrscheinlich am verbreitesten ist, da der Grossteil des Landes einfach nicht wie Kampala und seine Umgebung aussieht.

Am letzten Tag, dem Samstag, fuhren wir dann in den Murchison Falls Nationalpark, wo ich Elefanten, Giraffen, Bueffel, zahlreiche rehartige Tiere (ugandan cob, etc), Nilpferde und Krokodile sah. Leider sahen wir keine einzige Katze – aber vielleicht beim naechsten Mal. ;)

Denn auch, wenn ich mich diesen Samstag auf nach Deutschland mache, werde ich gerne wieder nach Uganda zurueckkommen. Unter Umstaenden auch wieder fuer eine laengere Zeit.

Off to Pakwach

Morgen mache ich mich endlich auf den Weg nach Pakwach. Gestern plante ich mit meinem Betreuer und einem Mitarbeiter aus Pakwach das Programm und es verspricht ein wirklich interessantes Workcamp zu werden.

Am vorletzten Tag werde ich dann auch endlich einen ugandischen Nationalpark besuchen, undzwar den Murchison Falls Nationalpark, der ganz in der Naehe von Pakwach liegt.
Ich werde wohl mit einigen Teilnehmern des Workcamps ein Auto mieten und einen Tour Guide anheuern und so fuer einen Tag durch den Nationalpark fahren, was es natuerlich viel billiger macht, als wenn man mit einer organisierten Reisegruppe unterwegs ist.

Es gibts ausserdem noch mehr gute Neuigkeiten: Mein Portemonaie wurde bei der deutschen Botschaft abgegeben, wo ich es heute abgeholt habe, und fast alles war noch drin – ausser das Geld natuerlich, aber das war eigentlich das geringste Problem, wenigstens habe ich nun meinen Fuehrerschein wieder.
Mit dem netten Herrn, der es dort abgegeben hat, treffe ich mich Ende August mal, wenn ich wieder in Kampala bin, um mich bei ihm zu bedanken.

In den naechsten Wochen werde ich also (vorraussichtlich) nicht uebers Internet erreichbar sein, mein Handy sollte dort oben aber schon funktionieren.
Ausserdem moechte ich mich bei meinem Unterstuetzerkreis entschuldigen, aber ich konnte den Bericht fuer Juni/Juli leider noch nicht fertigstellen und werde ihn dann nach Pakwach herumschicken. Die Zeit war einfach zu knapp.
Ich bitte um Verstaendnis und wuensche eine schoene Sommerzeit!

Pechstraehne

Seit gestern habe ich eine richtige Pechstraehne:

Alles begann in einem kleinen Cafe, “1000 Cups” im Hotel Triangle, wo ich mit meiner Freundin Julia einen Kaffee trank. Es ist ein ziemlicher Bazungu-Place, ich gebe es zu, aber das ist manchmal auch noetig.
Schliesslich wollten wir bezahlen, ich gab Julia das Geld fuer mein Getraenk und steckte mein Portemonaie zurueck in den Rucksack, den ich anschliessend links zu meinen Fuessen stellte.
Dann schrieb ich eine SMS oder war andersweitig abgelenkt – als ich wieder zu meinem Rucksack schaute, war er offen und ich konnte das Portemonaie nicht finden. Also lief ich zu Julia an die Kasse, wir durchsuchten den Rucksack und ihre Tasche zusammen – kein Portemonaie zu finden. Wir schauten unter unserem Sessel, nichts.
Einige Amerikanerinnen erzaehlten uns dann von einem Afrikaner, der wohl erst ihnen gegenueber gesessen und dann den Platz gewechselt habe, auf einen Stuhl in meiner Naehe. Er war wohl der Taeter, denn in der Zeit, wo ich zu Julia gegangen war, weil ich den Verlust bemerkt hatte, hatte er sich schon aus dem Staub gemacht. Sein Handwerk verstand er jedenfalls.

Ich  habe mich natuerlich sehr geaergert, weil ich immer vorsichtig bin und dann wird mir ausgerechnet in einem Cafe unter meinen Augen etwas geklaut! In dem Portemonaie waren mein Fuehrerschein, mein internationaler Fuehrerschein, mein Personalausweis und meine Bankkarte. Ausserdem Geld in Hoehe von ca. 50 Euro, weil ich Fotos fuer meine Schule entwickeln lassen und noch Fuss- und Volleybaelle sowie ein Volleyballnetz fuer meine Schule kaufen wollte.

Also sind Julia und ich los, damit sie mir Geld ueber ihre VISA-Karte leihen kann. Was passierte? Mein Flip-Flop riss. Ich humpelte dann zum naechsten Schuhputzer, der nicht weit entfernt war, und liess mir den Schuh mit dem beruehmt beruechtigten Superglue (“Superkleber”) wieder flicken. Bisher hat es gut gehalten.

Abends etwas fertig mit der Welt (weil ich den Diebstahl noch bei der Polizei gemeldet hatte), kam ich endlich zu Hause an und hoerte das traurige Winseln eines der Welpen aus dem Hundehaeuschen, weil man ihn dort eingesperrt hatte. Unser Hund Bodo, mittlerweile meist Bodette genannt, hatte naemlich vor ca. einem Monat acht kleine Welpen zur Welt gebracht. Wie wir nach der Freilassung des Kleinen feststellten, war er der einzig Zurueckgebliebene. Alle anderen hatte wohl unsere Landlady (die Grundstueckbesitzerin) mitgenommen – ich vermute, sie hat das mit ihnen gemacht, was man hier mit Hunden eben macht, solange sie es noch mit sich machen lassen (nicht etwa impfen, sondern leider umbringen).
Heute Morgen schaute ich dann in die noch verschlafenen und ratlosen Gesichter unserer beiden Nachbarsjungen, die mir auf Luganda mitteilten, dass die Kinder des Hundes nicht mehr da seien.

Neuer Tag, neues Glueck. Heute Morgen fahre ich also zu meiner Schule, um die Fotocollage samt der Volley- und Fussbaelle, etc. (die ich dann gestern doch noch besorgt hatte) abzuliefern. Dann hatte ich leider einen dieser religioesen Fanatiker neben mir im matatu. Sonst versuche ich ja, souveraen mit so etwas umzugehen, aber ich wollte einfach mal etwas Ruhe haben. Er hat dann versucht, mich davon zu ueberzeugen, zu den “Born Again”-Christen ueberzutreten. Als ich sagte, ich sei mit meinem Protestanten-Dasein ganz zufrieden, sagte er: “Auch ich war frueher Protestant, aber ich wurde da hineingeboren. Und sogar Jesus Christus war Protestant…” Bei diesem Satz war es fuer mich dann vorbei und ich gab ihm, in meiner sowieso schon schlechten Stimmung, zu verstehen, dass ich gelernt habe, dass Jesus Jude gewesen und der Evangelismus erst viel spaeter entstanden sei. “Nein, Juden sind doch ein Stamm”, bekam ich dann zur Antwort.

Ich weiss, meine Reaktion war nicht sehr freundlich, aber ich begann einfach, ihn zu ignorieren, weil ich sowieso nicht vorhatte, zu den “Born Again”-Christen zu konvertieren. Ausserdem gab ich ihm den Ratschlag, sich da noch einmal zu informieren, aber er bezeichnete mich dann als “Luegnerin” und steigerte so meine schlechte Stimmung nur noch weiter.

Wenigstens in der Schule hatte ich dann noch eine schoene Zeit und konnte so auch schon wieder etwas gelassener reagieren, als man mir bei der Polizei (wo man mich fuer zwischen 9 und 10 Uhr morgens  hinbesellt hatte) mitteilte, dass meine Meldung von gestern noch nicht getippt sei, weil die dafuer Zustaendigen noch nicht da seien… Er sei sich auch nicht so sicher, wann sie kaemen, aber gegen 14.00 Uhr solle ich es noch einmal versuchen.

Danke, Uganda, manchmal strapazierst du meine Nerven auch nach zehn Monaten noch und treibst mich an die Grenzen meiner Geduld.

Natuerlich spiegelt dieser Blogartikel nicht meine normalen Reaktionen auf Ugander oder auf ihr teilweise “geafaehrliches Halbwissen” (aber woher sollen sie diese Dinge auch wissen???) wider, sondern meine Stimmung und Gefuehle, nach einer Reihe ungluecklicher Vorfaelle. Ich hoffe sehr, dass niemand daran Anstoss nimmt.

Abschied in der Schule

Gestern, am 1. August 2009, feierte ich meinen Abschied an der Makerere West Valley Primary School in Nakulabye, Kampala.

Nachdem wir in den Wochen zuvor mit Streichen, dem Kauf von neuen Buechern, einer Uhr und eines Regals beschaeftigt waren, erstrahlte die Schule gestern in neuem Licht.

Um 13.00 Uhr sollte die Feier beginnen und wir fingen tatsaechlich um 13.40 Uhr mit dem Programm an, am Ende musste aus Zeitgruenden aber trotzdem noch gekuerzt werden.
Alle Klassen hatten mehrere Lieder vorbereitet, ausserdem kleine Sketche (zu Themen wie Drogenmissbrauch oder HIV/AIDS) und Taenze.
Es war mal wieder eine Wonne, den Kindergartenkindern beim Singen zuzuhoeren und die Aelteren beim Tanzen zu bewundern – die Afrikaner/Ugander koennen ihre Hueften einfach so toll bewegen, das ist unglaublich! Und dabei haben sie eine solche Ausdauer!

Zur Feier waren viele Eltern gekommen, die ihren Kindern zujubelten und oft nach vorne kamen, um den besonders Herausragenden ein paar Schilling oder Suessigkeiten zuzustecken.
Das Programm musste leider gekuerzt werden, dauerte aber trotzdem bis 20.30 Uhr (durchgehend, ohne Pause).

Am Ende bekam ich von meinem Schulleiter ein Zertifikat ueberreicht, sowie eine mit traditionellem ugandischen Stoff eingewickelte Platte, auf der sie ihren Dank ausdruecken, die ich mir in Deutschland an die Wand haengen werde. Ausserdem hatte einer meiner Schueler aus der dritten Klasse mir eine kleine Handtasche aus Plastikresten geknuepft, womit er mich sehr ueberrascht und geruehrt hat.
Zudem bekam ich noch eine Kopie des Leseheftes, von denen wir zahlreiche von den Spendengeldern gekauft hatten. Des Weiteren gab mein Schulleiter mir eine in Englisch uebersetzte Kopie seiner Rede, die ich auch in meinem naechsten Bericht an den Unterstuetzerkreis weiterleiten werde.

Ich bin nun sehr wehmuetig, moechte gar nicht nach Deutschland zurueckfahren. Auf unserem Abschiedsausflug (der deutschen Freiwilligen) haben wir auch viel darueber geredet, wie es werden wird, wenn wir zurueckkommen… viele nehmen sich die ersten Wochen komplett fuer sich, manche sagen nicht mal ihren Freunden Bescheid, wann sie wiederkommen.
Ein Kenianer, der ebenfalls bei einer Organisation arbeitet, die deutsche Freiwillige fuer ein Jahr oder laenger empfaengt, sagte mir bereits, dass das Zurueckkommen fast schwieriger sei, als das Ankommen im Gastland – man verabschiedet sich hier auf unbestimmte Zeit und ich habe auch momentan das Gefuehl, dass ich jetzt erst richtig “drin” bin im ugandischen Leben – in meiner Arbeit, in der Kultur. Es ist fast zu frueh, um schon wieder zu gehen.

Doch naechste Wooche fahre ich nach Pakwach, in den Norden Ugandas, und wenn ich dann wiederkomme, sind es nur noch fuenf Tage, bis ich abfliege.

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